Auf der Suche nach Erfüllung

Auf der Suche nach Erfüllung bewegen wir uns im Spannungsfeld von Wünschen und Ängsten.
Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass  die konditionierten Verhaltensweisen keine wirkliche Befriedigung mehr bringen.
In verschiedenen spirituellen Traditionen geht man davon aus, dass durch unseren Ich-Entwicklungsprozess eine Trennung von Essenz - dem wahren Selbst entsteht.
Diese Schwächung von Urvertrauen erzeugt ein subtiles Gefühl von Mangel, das wir normalerweise gar nicht mehr wahrnehmen, aber unbewusst zu kompensieren versuchen.

Beim Selbsterforschungsprozess ist es wichtig, die automatischen Reaktionsmuster zu erkennen und den damit verbundenen Gefühlen zu begegnen. Das Wissen über die Enneagrammtypen und ihre dynamischen Verbindungen helfen, die Funktionsweise der Psyche zu verstehen.
Diese Erfahrungen unterstützen uns, die Kraft bewusster zur Entfaltung unserer Potentiale zu nutzen.  

Das bringt uns wieder in Kontakt mit dem "weiten offenen Raum", in dem wir wieder Verbindung zu Essenz erfahren können.

Das Leben wird reichhaltiger, entspannter und auf eine Art viel einfacher.


Dazu eine Geschichte von den Sufis:
Eines Nachts, unter dem Schein einer hellen Strassenlaterne, rutscht Nasrudin auf allen Vieren herum und sucht wie besessen nach etwas.
Er bemerkt gar nicht, wie ein Freund des Weges kommt.
Der fragt ihn: "Was tust du denn da?"
Nasrudin erwidert: "Ich suche meine Hausschlüssel."
Der Freund fragt ihn: "Hast du sie denn hier unter der Laterne verloren?"
Nasrudin antwortet ihm: "Nein, eigentlich dort drüben im dunklen Gebüsch, bei der Eingangstüre, aber hier im Licht  lässt sichs doch viel besser suchen."